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		<title>ZAMG RSS-Newsfeed (deutsch)</title>
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		<description>RSS-Newsletter der ZAMG zu den Themen Wetter, Klima, Erdbeben, Umwelt</description>
		<language>de</language>
		<copyright>2008</copyright>


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	<guid isPermaLink="false">ZAMG_2010-03-15GMT12:32</guid>
	<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 12:32:00 +0000</pubDate>
	<title>Vorerst letzter Paukenschlag des Winters – morgen bis zu 30cm Neuschnee</title>
	<description>Morgen Dienstag wird es noch einmal richtig ungemütlich: In der kommenden zweiten Nachthälfte und am Dienstagvormittag selbst schneit es entlang der gesamten Alpennordseite vom Arlberg bis zum Schneeberg.</description>
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<p style="text-indent: 3em;">Morgen Dienstag wird es noch einmal richtig ungemütlich: In der kommenden zweiten Nachthälfte und am Dienstagvormittag selbst schneit es entlang der gesamten Alpennordseite vom Arlberg bis zum Schneeberg. Am ergiebigsten schneit es dabei im Bereich vom Wilden Kaiser über den Hochkönig, das Tennengebirge und den Dachstein bis zu Pyhrnpass: „Auf 500m Seehöhe legt sich bis zu 30cm Neuschnee an – auf den Bergen oberhalb von 1500m sind sogar 50cm möglich“, prognostiziert Claudia Riedl, Meteorologin an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Salzburg. Die Schneefallgrenze ist unterschiedlich und steigt gegen Westen zu an: In Niederösterreich schneit es knapp in die Niederungen in Vorarlberg und Tirol dagegen nur bis zirka 800m.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Umso frühlingshafter sind die weiteren Aussichten: „Bis auf weiteres scheint es das mit dem Winter in den Niederungen gewesen zu sein“, meint Riedl. Am Mittwoch noch eher bewölkt, aber bereits Temperaturen um +10 Grad. Am Donnerstag dann in Österreich frühlingshafte +14 Grad und sehr sonnig.</p>
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<link>http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=1&amp;artikel=ZAMG_2010-03-15GMT12:32</link></item>



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	<guid isPermaLink="false">ZAMG_2010-03-12GMT13:10</guid>
	<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 13:10:00 +0000</pubDate>
	<title>11. März 2010: Chile erneut von schweren Nachbeben erschüttert</title>
	<description>Am Donnerstag, den 11. März 2010, haben mehrere schwere Nachbeben Teile Chiles erschüttert. Nach Angaben des Amerikanischen Erdbebendienstes (USGS) hatte das erste und stärkste Beben um 11:39 Uhr Ortszeit (14:39 UTC (Weltzeit)) eine Magnitude von 6,9 auf der Richter-Skala.</description>
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<p style="text-indent: 3em;">Am Donnerstag, den 11. März 2010, haben mehrere schwere Nachbeben Teile Chiles erschüttert. Nach Angaben des Amerikanischen Erdbebendienstes (USGS) hatte das erste und stärkste Beben um 11:39 Uhr Ortszeit (14:39 UTC (Weltzeit)) eine Magnitude von 6,9 auf der Richter-Skala. Das Epizentrum lag etwa 145 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Santiago und etwa 190 Kilometer nordöstlich des Epizentrums des Hauptbebens, das sich am 27. Februar mit einer Magnitude von 8,8 ereignete. Beim Hauptbeben handelte sich um eines der heftigsten je registrierten Erdbeben, es kamen dabei etwa 500 Menschen ums Leben und an der Infrastruktur entstanden Millionenschäden.</p>



<p style="text-indent: 3em;">Um 14:55 und 15:06 UTC folgten weitere starke Erdstöße mit Magnituden von 6,7 und 6,0, die von Dutzenden heftigen Beben gefolgt wurden. Auch Gebäude in der Hauptstadt Santiago kamen ins Wanken und lösten bei der Amtseinführung von Präsident Pinera Angst aus. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es zunächst keine. Eine Tsunami-Warnung wurde kurzfristig ausgesprochen.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Die Nachbebentätigkeit dauert weiter an. Seit dem Hauptbeben am 27. Februar ereigneten sich etwa 200 kräftige Nachbeben mit einer Magnitude von mindestens 5, davon erreichten 17 Erdbeben eine Stärke von mindestens 6 auf der Richter-Skala. Es wird vermutet, dass sich die schweren Nachbeben vom 11. März als Folge der durch das Hauptbeben entstandenen Spannungen in der Erdkruste ereignet haben, und nicht unmittelbar an der Grenze zwischen der Nazca-Platte und der südamerikanischen Platte, wie dies beim Hauptbeben der Fall war.</p>


<strong>Verfasser:</strong>


<em>Mag.Christiane Freudenthaler </em>, <em>Mag. Rita Meurers</em>
Seismologischer Dienst
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
Hohe Warte 38, 1190 Wien

[mail(seismo@zamg.ac.at)]seismo@zamg.ac.at[/mail]
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		<enclosure url="http://www.zamg.ac.at/pict/aktuell/chile_nachbeben_location.jpg" type="image/jpeg" id="img0"><guid>Verteilung der Epizentren von Nachbeben;Bildquelle: http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/ recenteqsww/Maps/10/290_-35.php</guid></enclosure>
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<item>
	<guid isPermaLink="false">ZAMG_2010-03-12GMT07:59</guid>
	<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 07:59:00 +0000</pubDate>
	<title>Außergewöhnliche Schneefälle im Mittelmeerraum, Bora an der Adria mit 188 km/h</title>
	<description>Bis zu 30 cm Neuschnee sind in den vergangen 48h in Österreich gefallen, aber das kommt bei uns vor. Außergewöhnlich sind dagegen die Schneefälle der vergangenen Tage in Südeuropa: „Bis zu 20 cm Neuschnee in Teilen Südeuropas von Spanien über Italien, Slowenien bis zum Balkan sind für diese Regionen Anfang März ein massiver, ungewöhnlicher Wintereinbruch!“, betont Johanna Nikitsch, Klimatologin an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).</description>
	<xhtml:body>
<p style="text-indent: 3em;">Bis zu 30 cm Neuschnee sind in den vergangen 48h in Österreich gefallen, aber das kommt bei uns vor. Außergewöhnlich sind dagegen die Schneefälle der vergangenen Tage in Südeuropa: „Bis zu 20 cm Neuschnee in Teilen Südeuropas von Spanien über Italien, Slowenien bis zum Balkan sind für diese Regionen Anfang März ein massiver, ungewöhnlicher Wintereinbruch!“, betont Johanna Nikitsch, Klimatologin an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).</p>

<p style="text-indent: 3em;">Das hierfür verantwortliche Tief zog in den letzten Tagen von Spanien, wo es zum Beispiel in Barcelona und Mallorca zu teils intensiven Schneefällen geführt hatte über Korsika und den Apennin bis über die Adria. Durch das Zusammentreffen kalter polarer Luft sowie feucht-milder Mittelmeerluft kam es zu den kräftigen Schneefällen.  In Italien und Kroatien liegen im Flachland bis zu 20 cm Schnee, zum Beispiel 13 cm in Piacenza oder Zagreb 20 cm. Ein seltener Anblick ist auch eine dünne Schneedecke in Venedig. Im Apennin gab es innerhalb der letzte zwei Tage bis zu 100 cm Neuschnee. In Slowenien und Kroatien sowie der Bucht von Triest erreichte zusätzlich zum starken Schneefall die Bora Windspitzen bis 188 km/h (Triest). Schon in den letzten Tagen warnten die Wetterdienste entlang der östlichen Adriaküste vor Windspitzen bis 220 km/h.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Ursache für diese hohen Windgeschwindigkeiten ist die Bora, ein kalter und trockener Fallwind, welcher vor allem an der dalmatischen und istrischen Küste vorkommt.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Die Bora tritt dann auf, wenn bodennah ein starker horizontaler Temperaturgradient (4-5 °C/100 km) vorherrscht. Dies ist an der dalmatischen bzw. istrischen Küste oft dann der Fall, wenn kalte Kontinentalluft sich am dinarischen Gebirge staut und in Folge zur Küste hinunter stürzt. Verstärkt wir dieser Effekt, wenn ein Hochdruckgebiet über dem Balkan und gleichzeitig ein Tiefdruckgebiet über Norditalien liegt, wie es aktuell der Fall ist. Durch die geringe Fallhöhe reicht die Erwärmung aber nicht aus um die Luftmassen (wie zum Beispiel beim Föhn)  zu erwärmen, wodurch die Bora ihren kalten Charakter erhält.</p>




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<link>http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=1&amp;artikel=ZAMG_2010-03-12GMT07:59</link></item>



<item>
	<guid isPermaLink="false">ZAMG_2010-03-09GMT08:40</guid>
	<pubDate>Tue,  9 Mar 2010 08:40:00 +0000</pubDate>
	<title>März, ein Monat im Zeichen des Übergangs</title>
	<description>-16,0 °C am 8. März in Linz (Flughafen), -14,0 °C am 9. März in Salzburg: Diese tiefen Temperaturen werfen bei vielen Menschen die Frage auf, ob dies Anfang März denn normal sei.
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<p style="text-indent: 3em;">-16,0 °C am 8. März in Linz (Flughafen), -14,0 °C am 9. März in Salzburg: Diese tiefen Temperaturen werfen bei vielen Menschen die Frage auf, ob dies Anfang März denn normal sei.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Von klimatologischer Seite her lässt sich sagen, dass gerade der März ein Monat ist, in welchem man mit großen Temperaturschwankungen rechnen muss. Diese großen Temperaturschwankungen haben mehrere Ursachen:</p>

<p style="text-indent: 3em;">Im März beginnt sich auf der Nordhemisphäre langsam die Winter- auf die Sommerzirkulation umzustellen. Einerseits sind weite Teile der nördlichen Regionen noch mit Schnee oder Eis bedeckt, andererseits macht sich im Tiefland Mittel- und Südeuropas schon zusehends der Frühling bemerkbar. Dadurch ergeben sich große Temperaturunterschiede zwischen Nord und Süd und je nach Wetterlage gelangt der Alpenraum in den Einflussbereich frühlingshaft-milder Luft aus dem Süden oder bitterkalter Luft arktischen Ursprungs aus dem Norden. Während bei Südströmungen die Lufttemperatur bereits verbreitet über +10 und in der zweiten Märzhälfte sogar über +20 °C steigen kann, kommt es im Zuge von Kaltluftvorstößen aus dem Norden oder Nordosten nochmals zu Dauerfrost und Tiefstwerten unter -10 bzw. in den Alpen auch unter -20 °C.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Durch die zunehmende Tageslänge und die stetig zunehmende Sonneneinstrahlung steigen aber die Temperaturen im März tagsüber trotz strengen Nachtfrösten oft in den positiven Bereich. Durch diese beiden Faktoren werden im März die Regionen mit kalten Luftmassen allmählich weiter nach Norden zurückgedrängt, wodurch es im Verlauf des Monats immer seltener zu massiven Kaltluftvorstößen bis in den Alpenraum kommt. Dadurch ergeben sich im März teils sehr große Temperaturunterschiede; ein Bespiel hierfür ist der März 2005:</p>

<p style="text-indent: 3em;">Am 1.3.2005 wurden z.B. in Pörtschach -19,2 °C gemessen, nur knapp zwei Wochen später wurden am Wörthersee hingegen fast 24 °C registriert! Aber auch im nordöstlichen Flachland sind ähnliche Temperaturunterschiede möglich. In Wien zum Beispiel liegt die größte Temperaturspanne im März bei 39,2 °C und stammt aus dem Jahr 1890, damals begann der Monat mit Temperaturen bis -16,0 °C und endete mit +23,2 °C.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Auch im Bezug auf den Schnee kommt es im März regelmäßig zu weißen Überraschungen, weshalb man eigentlich gar nicht von Überraschungen sprechen kann. Durchschnittlich fallen z.B. in Wien im März 8 cm Neuschnee, im Vergleich dazu sind es im schneereichsten Monat (Jänner) in der Bundeshauptstadt auch nur 18 cm Neuschnee. Der schneereichste März wurde in Wien 1958 registriert, damals wurden insgesamt 79 cm Neuschnee gemessen. Gerade in den letzten Jahren traten besonders in den Alpen aber auch im Flachland teils sehr massive Schneefallereignisse auf. Im März 2006 schneite es im Zuge eines Italientiefs in Kärnten bis zu 80 cm innerhalb von 24h, aber auch im oberösterreichischen Zentralraum oder im Rheintal fielen bis zu 40 cm der weißen Pracht.  In den Alpen zählt der März also durchaus noch zu den winterlichen Monaten. In den höher gelegenen Tallagen wie Kötschach-Mauthen (K), Seefeld (T) oder auch Saalbach (S) liegt im Schnitt noch an knapp 20 Tagen im März eine geschlossene Schneedecke.</p>

<strong>Autoren:</strong> Gerhard Hohenwarter, Alexander Orlik






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<link>http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=1&amp;artikel=ZAMG_2010-03-09GMT08:40</link></item>



<item>
	<guid isPermaLink="false">ZAMG_2010-03-08GMT10:02</guid>
	<pubDate>Mon,  8 Mar 2010 10:02:00 +0000</pubDate>
	<title>Kälte: in Oberösterreich nur alle 13 Jahre im März so kalt</title>
	<description>Die zweite Märzwoche beginnt ungewöhnlich kalt, am extremsten in Oberösterreich, Salzburg und in Vorarlberg: -16,0 Grad heute Früh in Linz entsprechen laut Auswertungen der Klimatologen an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik einer Kälte, wie sie Anfang März nur alle 13 Jahre vorkommt. -14,4 Grad in Salzburg sind ein 10 jährliches Ereignis und -9,7 Grad in Bregenz kommen statistisch gesehen hier nur alle 8 Jahre vor.</description>
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<p style="text-indent: 3em;">Die zweite Märzwoche beginnt ungewöhnlich kalt, am extremsten in Oberösterreich, Salzburg und in Vorarlberg: -16,0 Grad heute Früh in Linz entsprechen laut Auswertungen der Klimatologen an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik einer Kälte, wie sie Anfang März nur alle 13 Jahre vorkommt. -14,4 Grad in Salzburg sind ein 10 jährliches Ereignis und -9,7 Grad in Bregenz kommen statistisch gesehen hier nur alle 8 Jahre vor.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Weniger ausgefallen ist die Kälte dagegen in Klagenfurt: Hier kommen die heutigen -8,0 Grad beinahe jeden März vor.</p>

<p style="text-indent: 3em;">„Vor nur fünf Jahren im März 2005 war es übrigens in ganz Österreich kälter“, ergänzt ZAMG Klimatologe Gerhard Hohenwarter, „was uns heuer aber zu schaffen macht, ist der Temperatursturz von teilweise 25 Grad - von den frühlingshaften +10 Grad vor nur einer Woche auf den strengen Frost heute Früh.“</p>


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<item>
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	<pubDate>Mon,  8 Mar 2010 09:06:00 +0000</pubDate>
	<title>Märzschneefall: 10-jährliches Schneefallereignis – es bleibt ungewöhnlich winterlich</title>
	<description>47cm Neuschnee in Mittelberg im Kleinwalsertal, 34cm in Mellau im Bregenzerwald, 15cm in Bregenz, 15cm in Salzburg: nach ersten Auswertungen der ZAMG-Klimatologen handelt es sich beim Schneefall der vergangenen 24 Stunden um ein etwa 10-jährliches Schneefallereignis – also eine Schneemenge wie sie in den Niederungen Anfang März statistisch gesehen nur alle 10 Jahre vorkommt.</description>
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<p style="text-indent: 3em;">47cm Neuschnee in Mittelberg im Kleinwalsertal, 34cm in Mellau im Bregenzerwald, 15cm in Bregenz, 15cm in Salzburg: nach ersten Auswertungen der ZAMG-Klimatologen handelt es sich beim Schneefall der vergangenen 24 Stunden um ein etwa 10-jährliches Schneefallereignis – also eine Schneemenge wie sie in den Niederungen Anfang März statistisch gesehen nur alle 10 Jahre vorkommt.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Schwerpunkt der Schneefälle war der Bregenzerwald, das Kleinwalsertal und das Arlberggebiet. „Es hat aber entlang der ganzen Alpennordseite kräftig geschneit: von Vorarlberg bis in den Niederösterreichischen Alpenbereich, wo zum Beispiel in Lunz am See 17cm gefallen sind“, fügt Monika Weis, Meteorologin an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Innsbruck hinzu.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Auch die neue Arbeitswoche bleibt ungewöhnlich winterlich: Strenger Nachtfrost und Nachmittagstemperaturen um 0 Grad. „Vor allem die Nächte auf morgen Montag und übermorgen Dienstag werden bitterkalt!“ warnt Weis: „Wir erwarten uns in den höher gelegenen Alpentälern um die -15 Grad und knapp darunter, im Flachland bis -10 Grad.“</p>





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<item>
	<guid isPermaLink="false">ZAMG_2010-03-05GMT10:15</guid>
	<pubDate>Fri,  5 Mar 2010 10:15:00 +0000</pubDate>
	<title>Winter: bis zu 35cm Schnee morgen Samstag und weiterhin winterlich kalt</title>
	<description>„Der Winter läßt nicht locker“, sagt Monika Weis, ZAMG Meteorologin in Innsbruck. Weis erwartet sich ab der zweiten Nachthälfte auf morgen Samstag im Arlberggebiet und in den Lechtaler Alpen bis zu 35cm Neuschnee. „Richtig stark schneien wird es morgen am Samstagvormittag“, führt Weis aus, „da sollte es auch in den Niederungen, etwa im Inntal oder Rheintal bis 10 cm Neuschnee hinlegen“.</description>
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<p style="text-indent: 3em;">„Der Winter läßt nicht locker“, sagt Monika Weis, ZAMG Meteorologin in Innsbruck. Weis erwartet sich ab der zweiten Nachthälfte auf morgen Samstag im Arlberggebiet und in den Lechtaler Alpen bis zu 35cm Neuschnee. „Richtig stark schneien wird es morgen am Samstagvormittag“, führt Weis aus, „da sollte es auch in den Niederungen, etwa im Inntal oder Rheintal bis 10 cm Neuschnee hinlegen“.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Der neue Schneefall morgen hat zwar den Schwerpunkt in Vorarlberg und Tirol, aber auch in Salzburg, der Obersteiermark und Oberösterreich sind in den Niederungen bis zu 10 cm Neuschnee zu erwarten. Nur wenige Schneeflocken sollte es weiter im Osten geben. Am Samstagnachmittag wird dann der Schneefall schwächer und hört in der Nacht auf Sonntag auf. Der Süden Österreichs bleibt morgen trocken.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Und der Winter hört nicht auf, es bleibt auch über das Wochenende hinaus kalt: „Vor allem in den Nächten ist weiterhin mit strengem Frost, -10 Grad und in den höhergelegenen Tälern darunter, zu rechnen!“, schildert die ZAMG-Meteorologin.</p>
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<link>http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=1&amp;artikel=ZAMG_2010-03-05GMT10:15</link></item>



<item>
	<guid isPermaLink="false">ZAMG_2010-03-05GMT08:57</guid>
	<pubDate>Fri,  5 Mar 2010 08:57:00 +0000</pubDate>
	<title>Hoch auflösende Temperaturinformationen für den gesamten Alpenraum</title>
	<description>Mit welcher Mitteltemperatur ist im April in 2.000 m Seehöhe in den Hohen Tauern zu rechnen? Welchen jahreszeitlichen Verlauf nimmt die Temperatur an einem beliebigen Punkt im Tessin? Wie groß ist im Mittel der Unterschied der Jännertemperatur zwischen Wienerwald und den französischen Seealpen? Eine neue, räumlich hoch auflösende und für alle Alpenanrainerstaaten einheitlich gültige Temperaturklimatografie, die Antworten auf vielfältige Fragen aus Forschung, Planung und Alltag gibt, ist nun frei erhältlich.</description>
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<p style="text-indent: 3em;">Mit welcher Mitteltemperatur ist im April in 2.000 m Seehöhe in den Hohen Tauern zu rechnen? Welchen jahreszeitlichen Verlauf nimmt die Temperatur an einem beliebigen Punkt im Tessin? Wie groß ist im Mittel der Unterschied der Jännertemperatur zwischen Wienerwald und den französischen Seealpen? Eine neue, räumlich hoch auflösende und für alle Alpenanrainerstaaten einheitlich gültige Temperaturklimatografie, die Antworten auf vielfältige Fragen aus Forschung, Planung und Alltag gibt, ist nun frei erhältlich.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Die zwölf monatlichen Temperaturkarten sind das Ergebnis eines europäischen Forschungsprojektes unter Leitung der Abteilung für Klimaforschung an der ZAMG. Sie umfassen den erweiterten Alpenraum (greater Alpine region, GAR), lösen das Gelände mit einer Genauigkeit von etwa einem Kilometer auf und gelten für den Klimastandardzeitraum 1961–1990. Solche Temperaturfelder verdeutlichen den Informationsgewinn durch rechnergestützte Interpolationsmethoden. Sie bestehen nämlich aus einigen Millionen Einzelpunkten gegenüber den ursprünglich einigen hundert punktuellen Stationsmessungen. Hoch auflösende Klimainformationen haben sich in den letzten Jahren als zunehmend wichtig erwiesen – eine Entwicklung, die sich fortsetzten wird: Sie kommen in einer Vielzahl von Modellierungs- und Entscheidungsfindungsanwendungen in einem breiten Spektrum von Fachrichtungen wie Landwirtschaft, Bauwesen, Tourismus, Hydrologie oder Umweltschutz zum Einsatz.</p>







<p style="text-indent: 3em;">Die erste Herausforderung stellte die Sammlung und Zusammenführung der in den einzelnen Alpenstaaten und -regionen erhobenen Temperaturdaten dar. Es galt, so viele Stationsdaten wie möglich zu beschaffen, sie vergleichbar zu machen und gleichzeitig auf ihre Qualität zu prüfen. Die verwendete Datensammlung umfasste schließlich 1.726 Temperaturreihen von 18 Anbietern aus elf Staaten. Neben der aufwändigen Korrektur ungenauer Koordinaten musste erheblicher Aufwand in die Identifikation und Entfernung jener Abweichungen gelegt werden, die durch unterschiedliche Berechnungsmethoden der zugrunde liegenden Tagesmittel entstanden waren.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Wie wird nun der Schritt von den punktuellen Stationsmessungen zur flächigen Karteninformation, also die Interpolation, bewerkstelligt? Indem die beobachteten Temperaturen in einem Rechenmodell mit wesentlichen, das Klima steuernden Bedingungen kombiniert werden. Zur Simulation der räumlichen Temperaturverteilung wurden die Abhängigkeiten der Temperatur von geografischer Länge und Breite, Seehöhe und Entfernung von der Küste zu Hilfe genommen. Dies wurde für sechs horizontale Subregionen sowie drei vertikale Schichten wiederholt. Die Realisierung des räumlich-statistischen Interpolationsverfahrens geschah mithilfe einer GIS-Software (geografisches Informationssystem).  So können bereits die großräumigen klimatischen Abhängigkeiten abgebildet werden.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Regionale und lokale Charakteristika des Klimas erfassen die Modelle allerdings nicht befriedigend. Eine Besonderheit stellt daher die Einbettung von Geländeeffekten dar. Einflüsse durch Kaltluftseen, an Küsten- und Seeuferstreifen, in Städten und an Hangflächen konnten durch detaillierte Analysen auf Stationsebene erfasst werden. Durch die Anbringung der sich daraus ergebenden Anpassungen konnten deutliche Modellverbesserungen erzielt werden.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Die fertigen 1x1 km-Rasterfelder erfassen die Temperaturverteilung im orografisch schwierigen, alpinen Gelände in allen Monaten mit großer Genauigkeit. Zur besseren Anwendbarkeit werden die neuen Klimakarten Österreichs in Form von digitalen Rasterfeldern bereitgestellt. Sie sind in den Formaten ASCII, ESRI-Grids, NetCDF und PNG erhältlich und stehen für wissenschaftliche und planerische Zwecke zur freien Verfügung!
Dass sich die ZAMG Fachkompetenz in der Interpolation von Klimainformation aufgebaut hat, zeigt sich nicht nur in der federführenden Mitarbeit bei internationalen Projekten: Für das Frühjahr ist bereits das Erscheinen der neuen österreichischen Klimakarten für den Zeitraum 1971–2000 angekündigt.</p>

<h2>Weitere Informationen:</h2>


<ul>
<li>[href(http://www.zamg.ac.at/forschung/klimatologie/klimamodellierung/ecsn_hrt-gar/karten_und_daten.php)]Temperaturfelder als Bilddateien[/href]</li>
<li>[href(http://www.zamg.ac.at/forschung/klimatologie/klimamodellierung/ecsn_hrt-gar)]ECSN_HRT-GAR Projektseite[/href]</li>
<li>Publikation: Hiebl J., Auer I., Böhm R., Schöner W., Maugeri M., Lentini G., Spinoni J., Brunetti M., Nanni T., Percec Tadic M., Bihari Z., Dolinar M., Müller-Westermeier G. (2009): A high-resolution 1961–1990 monthly temperature climatology for the greater Alpine region. Meteorologische Zeitschrift, Vol. 18, No. 5, 507–530, DOI: 10.1127/0941-2948/2009/0403</li>
</ul>





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<link>http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=1&amp;artikel=ZAMG_2010-03-05GMT08:57</link></item>



<item>
	<guid isPermaLink="false">ZAMG_2010-03-01GMT14:04</guid>
	<pubDate>Mon,  1 Mar 2010 14:04:00 +0000</pubDate>
	<title>Orkantief  Xynthia</title>
	<description>Das Sturmtief Xynthia sorgte am 27. und 28.2.2010 in weiten Teilen West- und Mitteleuropas für orkanartige Böen und große Schäden.
Seinen Ursprung hatte das Tief Xynthia über der amerikanischen Ostküste, von wo aus es auf einer ausgesprochen südlichen Zugbahn quer über den Atlantik nach Osten zog. Knapp westlich der Kanaren verstärkte sich Xynthia zusehends, da es genau an den Grenzbereich von polarer Kaltluft und milder subtropischer Luft gelangte.</description>
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<p style="text-indent: 3em;">Das Sturmtief Xynthia sorgte am 27. und 28.2.2010 in weiten Teilen West- und Mitteleuropas für orkanartige Böen und große Schäden.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Seinen Ursprung hatte das Tief Xynthia über der amerikanischen Ostküste, von wo aus es auf einer ausgesprochen südlichen Zugbahn quer über den Atlantik nach Osten zog. Knapp westlich der Kanaren verstärkte sich Xynthia zusehends, da es genau an den Grenzbereich von polarer Kaltluft und milder subtropischer Luft gelangte. Diese großen Temperaturgegensätze bewirkten eine rasche Intensivierung des Tiefdruckgebietes zu einem Sturmtief. Am 27.2.2010 um Mitternacht lag der Kerndruck des Tiefs noch bei 990 hPa, 12 Stunden später war der Druck im Zentrum des Tiefs bereits auf unter 980 hPa gesunken. Gleichzeitig erreichte Xynthia am Samstag um die Mittagszeit die Iberische Halbinsel und sorgte in Portugal sowie im Nordwesten Spaniens für orkanartige Böen von bis zu 130 km/h. Unter weiterer Intensivierung bewegte sich das Sturmtief auf seiner nordöstlichen Zugbahn in den Golf von Biskaya und erreichte schließlich in der Nacht zum 28.2.2010 die französische Küste. Mit Spitzenböen von bis zu 160 km/h peitschte der Sturm über die Küstenregionen hinweg. Eine extreme Hochflut, starke Regenfälle sowie die orkanartigen Sturmböen sorgten in den betroffenen Regionen für massive Schäden.  In weiterer Folge zog Xynthia mit Böen von über 100km/h über Zentralfrankreich hinweg und erfasste auch die Beneluxstaaten sowie Deutschland. Im Laufe des Sonntags überquerte das Sturmtief rasch Deutschland und sorgte auch bei unseren nördlichen Nachbaren für große Schäden. Auf den Gipfel der deutschen Mittelgebirge wurden Windspitzen von bis zu 180 km/h und im Tiefland bis knapp über 130 km/h gemessen.</p>

<p style="text-indent: 3em;">In den Alpen waren die Auswirkungen deutlich geringer. Hier sorgte besonders der kräftige Südföhn, welcher durch die großen Druckunterschiede zwischen Tief Xynthia und einem Hoch über dem Balkan hervorgerufen wurde, für Schäden. In Altdorf in der Schweiz lag die maximale Böe bei 147 km/h; in Österreich wurden deutlich niedrigere Werte gemessen. Der absolute Höchstwert stammt vom über 3300 m hohen Brunnenkogel (T) mit 145 km/h, in den typischen Föhntälern Vorarlbergs und Tirols wurden bis zu 100 km/h registriert. In diesen Regionen treten solche Windgeschwindigkeiten im Schnitt rund ein Mal pro Jahr auf. Durchaus außergewöhnlich waren hingegen die maximalen Windgeschwindigkeiten in der Weststeiermark, mit 92 km/h wurde in Deutschlandsberg der höchste Wert seit Beginn der automatischen Messung im Jahr 1994 registriert. Selbst beim Sturmtief Paula im Jänner 2008 wurden in Deutschlandsberg „nur“ etwa 80 km/h gemessen. </p>

<p style="text-indent: 3em;">Die Auswirkungen des Föhnsturms machten sich in Österreich besonders durch umgestürzte Bäume und dadurch gesperrte Straßen bemerkbar. Im Gegensatz zu den letzten großen Winterstürmen in den Jahren 2007 (Kyrill) und 2008 (Paula und Emma) kam es aber zu keinen größeren Schäden.</p>





<p style="text-indent: 3em;">Der Brunnenkogel ist über 3300m hoch, in solchen Höhenlagen muss man immer wieder mit ähnlichen Windgeschwindigkeiten rechnen. Am Patscherkofel sind sogar Werte um 160km/h ein Mal im Jahr zu erwarten.</p>





<p style="text-indent: 3em;">Die Zentralanstalt wird in diesem Zusammenhang in der kommenden Woche eine Fallstudie veröffentlichen.</p>
</xhtml:body>
		<enclosure url="http://www.zamg.ac.at/docs/aktuell/20100301_windspitzen_berger.htm" type="text/html" id="html0"><guid/></enclosure>
		<enclosure url="http://www.zamg.ac.at/docs/aktuell/20100301_windspitzen_tal.htm" type="text/html" id="html1"><guid/></enclosure>
<link>http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=2&amp;artikel=ZAMG_2010-03-01GMT14:04</link></item>



<item>
	<guid isPermaLink="false">ZAMG_2010-03-01GMT11:48</guid>
	<pubDate>Mon,  1 Mar 2010 11:48:00 +0000</pubDate>
	<title>Erdbeben in Chile - 27.02.2010</title>
	<description>Am Samstag, den 27. Februar 2010 ereignete sich knapp vor der chilenischen Küste ein schweres
Erdbeben der Magitude 8,8. Ursache dafür war eine plötzliche Verschiebung von
Kontinentalplatten - in diesem Fall schob sich die pazifische Nazca-Platte unter die
südamerikanische Platte, und das gleich um etwa 10 Meter. Das Erdbeben führte in einem Gebiet,
das vergleichbar ist mit der Größe der Schweiz, zu katastrophalen Zerstörungen.</description>
	<xhtml:body>
<p style="text-indent: 3em;">
Am Samstag, den 27. Februar 2010 ereignete sich knapp vor der chilenischen Küste ein schweres
Erdbeben der Magitude 8,8. Ursache dafür war eine plötzliche Verschiebung von
Kontinentalplatten - in diesem Fall schob sich die pazifische Nazca-Platte unter die
südamerikanische Platte, und das gleich um etwa 10 Meter. Das Erdbeben führte in einem Gebiet,
das vergleichbar ist mit der Größe der Schweiz, zu katastrophalen Zerstörungen. Da sich das
Erdbeben in der Nacht auf Samstag um 3:34 Uhr chilenischer Zeit (das entspricht 7:34 Uhr in
Österreich) ereignete, befanden sich die meisten Menschen zu Hause und nicht auf
Verkehrswegen oder in Bürogebäuden, die trotz der erdbebenangepassten Bauweise schwere
Schäden davon trugen.
</p>





<h2>Siebent-schwerstes Erdbeben</h2>
<p style="text-indent: 3em;">
Es handelt sich bei diesem schrecklichen Erdbeben um das weltweit siebent-stärkste Erdbeben
seit 1900. Im Jahr 1960, am 22. Mai, ereignete sich in derselben Region, etwa 230 km südlich des
jüngsten Epizentrums, das stärkste gemessene Erdbeben überhaupt mit einer Magnitude von 9,5.
Damals wurde ein gewaltiger Tsunami ausgelöst, der noch in Hawaii und Japan Todesopfer
forderte.
</p>
<p style="text-indent: 3em;">
Durch das jetzige Erdbeben hat sich eine &quot;Verschiebungslücke“ entlang der Subduktionszone -
das ist der Bereich, indem eine ozeanische Platte unter eine kontinentale Platte gedrängt wird - an
der Westküste Südamerikas geschlossen. Da sich dort die Platten mit einer durchschnittlichen
Geschwindigkeit von 8 cm/Jahr relativ zueinander bewegen, kommt es laufend zu einem
Druckaufbau. Im Bereich der Subduktionszone geben dann die Platten diesem Druck jeweils
ruckweise nach - ein Erdbeben ist die Folge.
</p>
<p style="text-indent: 3em;">
Eine weitere Auswirkung der Plattenbewegung ist der Vulkanismus. Sobald eine ozeanische Platte
unter eine andere Platte in eine Tiefe von 50 - 100 km gedrängt wird, ist die Gesteinstemperatur
bereits so hoch, dass die Oberfläche der abtauchenden Platte abschmilzt (der darunter befindliche
Bereich ist noch zu kalt). Diese Schmelze steigt wegen der Hitze und dem damit verbundenen
geringeren spezifische Gewicht als Magma zur Erdoberfläche auf (ähnlich einem Heißluftballon)
und formt Vulkane. Daher ist der gesamte zirkumpazifische Raum von einem Vulkangürtel - dem
&quot;ring of fire&quot; - umgeben.
</p>
<p style="text-indent: 3em;">
Die Bruchfläche, entlang der sich das chilenische Erdbeben ereignet hat, wies eine Länge von ca.
500 km auf (also ähnlich der Distanz von Vorarlberg bis Wien), wie die räumliche Erstreckung der
Nachbebenverteilung inzwischen ergeben hat. Einige sehr starke Nachbeben - Magnitude 7,5 bis 8
- sind dabei erfahrungsgemäß die Regel. Solche starken Beben führen ihrerseits wieder zu
massiven Zerstörungen, da viele Gebäude, die das Erdbeben überstanden haben, nun in ihrer
Struktur geschädigt sind. Auch Such- und Bergetrupps sind dadurch einem sehr hohen Risiko
ausgesetzt.
</p>





<h2>Tsunami als Folge</h2>

<p style="text-indent: 3em;">Durch die vertikale Versetzung des Meeresbodens wurde beim Erdbeben ein Tsunami hervorgerufen, der entlang der südamerikanischen Pazifikküste und auf einigen pazifischen Inselgruppen eine Höhe von bis zu 6 Metern erreichte, zahlreiche Todesopfer forderte und teilweise große Zerstörungen anrichtete. Es wurde eine Tsunami-Warnung für den gesamten pazifischen Raum ausgegeben. </p>

<p style="text-indent: 3em;">Dass der Tsunami schwächer war, als befürchtet, lässt sich durch das geringere verdrängte Wasservolumen im Ozean erklären. Das Epizentrum des Erdbebens lag unmittelbar vor der Küste, wo die Wassertiefe geringer ist als im offenen Meer. Im Fall des Bebens von Sumatra (26. Dezember 2004) befand sich das Epizentrum relativ weit vor der Küste im Tiefwasserbereich. Dazu kam, dass die Verschiebung am Meeresboden über 10 m betrug, daher entstand ein viel größerer Tsunami als diesmal. Im pazifischen Raum wird ab Magnitude 7 grundsätzlich eine Tsunamiwarnung gegeben, auch wenn sie kurz darauf - nach Eintreffen der ersten Messergebnisse - meist wieder zurück genommen wird. Der Grund für diese Vorsichtsmaßnahme ist, dass große Erdbeben Hangrutschungen im Meer auslösen können, die ihrerseits - wegen der Wasserverdrängung – zu einem Tsunami führen können, auch wenn man dies nur aufgrund der Magnitude des Erdbebens nicht erwarten würde.</p>






<h2>Hunderte Male mehr Energie als das Haiti-Beben</h2>

<p style="text-indent: 3em;">Das Katastrophenbeben von Haiti vom 12. Jänner 2010 war mit einer Magnitude von 7,0 wesentlich schwächer – es hatte weniger als 1 % der Erdbebenenergie des chilenischen Erdbebens. Trotzdem gab es auf Haiti eine extrem hohe Opferzahl, da durch die Lage des Epizentrums das &quot;Herz&quot; der Insel - die Hauptstadt Port au Prince - direkt getroffen wurde, während sich das chilenische Beben in einem vergleichsweise weniger dicht besiedelten Gebiet und außerdem vor der Küste ereignete. Hinzu kommt die Tatsache, dass auf Haiti kaum ein Gebäude erdebensicher gebaut war. Das erklärt den Unterschied im Schadensausmaß zwischen den beiden starken Beben.</p>


<strong>Verfasser:</strong>


<em>Univ.Doz.Dr. Wolfgang Lenhardt</em>, <em>Mag. Rita Meurers</em>
Seismologischer Dienst
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
Hohe Warte 38, 1190 Wien

[mail(wolfgang.lenhardt@zamg.ac.at)]Wolfgang Lenhardt[/mail]

[mail(rita.meurers@zamg.ac.at)]Rita Meurers[/mail]
</xhtml:body>
		<enclosure url="http://www.zamg.ac.at/pict/aktuell/chile_location_gm.jpg" type="image/jpeg" id="img0"><guid>Geographische Verteilung der Nachbeben innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem Hauptbeben (USGS);</guid></enclosure>
		<enclosure url="http://www.zamg.ac.at/pict/aktuell/chile_magnitude.jpg" type="image/jpeg" id="img1"><guid>Aufzeichnung des Erdbebens von Chile an der Station CONA (Conrad Observatorium, NÖ). Dargestellter Zeitraum: ca. 1 Stunde, 40 Minuten;</guid></enclosure>
		<enclosure url="http://www.zamg.ac.at/pict/aktuell/chile_tsunamisign.jpg" type="image/jpeg" id="img2"><guid>Hinweisschild für die Evakuierung im Fall eines Tsunami in Vina de Mar, Chile;(Quelle: W. Lenhardt)</guid></enclosure>
<link>http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=2&amp;artikel=ZAMG_2010-03-01GMT11:48</link></item>



<item>
	<guid isPermaLink="false">ZAMG_2010-02-26GMT09:37</guid>
	<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 09:37:00 +0000</pubDate>
	<title>Feber 2010, trocken und kalt</title>
	<description>Der Feber 2010 hatte 2 markante Gesichter: Während sich Österreich von Februaranfang bis zur Monatsmitte tief winterlich und kalt präsentierte, sorgte eine föhnige Südströmung in der zweiten Feberhälfte verbreitet für frühlingshafte Temperaturen. In Summe ergeben sich für das gesamte Bundesgebiet Temperaturabweichungen zwischen -0,5 und -2,5°C vom vieljährigen Mittel, wobei sich die kältesten Regionen wie im Jänner im Norden und Osten befinden.</description>
	<xhtml:body>
<p style="text-indent: 3em;">Der Feber 2010 hatte 2 markante Gesichter: Während sich Österreich von Februaranfang bis zur Monatsmitte tief winterlich und kalt präsentierte, sorgte eine föhnige Südströmung in der zweiten Feberhälfte verbreitet für frühlingshafte Temperaturen. In Summe ergeben sich für das gesamte Bundesgebiet Temperaturabweichungen zwischen -0,5 und -2,5°C vom vieljährigen Mittel, wobei sich die kältesten Regionen wie im Jänner im Norden und Osten befinden.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Große Unterschiede gab es in den Niederschlagsmengen: Während die Schneemengen im Westen und Norden deutlich unter den Mittelwerten blieben, sorgten Italientiefs nur südlich des Alpenhauptkamms für Niederschlagsmengen von bis zu 200%. Knapper war es im Februar hingegen mit dem Sonnenschein: Vor allem die Osthälfte Österreichs musste sich stellenweise mit nur 50% des Erwartungswertes begnügen. Nur im Westen erfüllte die Sonne ihr statistisches Soll.</p>

<strong>Verbreitet zu kalt</strong>

<p style="text-indent: 3em;">Besonders die erste Feberhälfte verlief 2010 in weiten Teilen Österreichs ausgesprochen kalt. In diesen Zeitraum fällt auch der absolute Monatstiefstwert  mit -20,9°C vom 15. d.M. aus St. Jakob/ Def (T). Ab dem 17. Feber sorgte eine föhnige Südströmung vorerst in den typischen Föhntälern Westösterreichs und mit einigen Tagen Verzögerung auch im Osten für frühlingshafte Temperaturen. Der absolute Monatshöchstwert stammt mit +16°C vom 25.2.2010 aus Feldkirch (V). In Summe führten der kalte Feberbeginn sowie das milde Monatsfinale von Vorarlberg über die südlichen Teile Salzburgs bis in die Südsteiermark verbreitet zu leicht unterdurchschnittlichen bis ausgeglichenen Temperaturmittelwerten. Etwas kälter verlief der Feber 2010 in den sonnenarmen Gebieten zwischen Salzburg und dem nördlichen Burgenland. Hier lagen die Mittelwerte der Temperatur um -1,0 bis -2,0°C unter den Erwartungswerten. Der relativ gesehen kälteste Ort des abgelaufenen Monats war Mondsee (OÖ) mit einer Abweichung von -2,0°C vom vieljährigen Mittel.</p>

<strong>Im Süden</strong>

<p style="text-indent: 3em;">In weiten Teilen Österreichs endete der gerade zu Ende gehende Monat mit einem Niederschlagsdefizit. Besonders markant fiel dieses im westlichen Tirol sowie im südlichen Vorarlberg aus, wo verbreitet nur 20- 40 % des vieljährigen Niederschlagsmittels registriert wurden. Aber auch in den östlichen Landesteilen brachte der Feber 2010 gebietsweise ausgesprochen wenig Niederschlag. Absolut gesehen am trockensten war es in Retz im nördlichen Weinviertel (N) mit lediglich 4 l/m² (18%). Mit 30- 50% des Durchschnittswertes blieb auch der Großraum von Wien deutlich unter dem Erwartungswert zurück. Niederschläge im Bereich des vieljährigen Mittelwerts wurden im Norden Vorarlbergs, in weiten Teilen Oberösterreichs sowie vom südlichen Salzburg bis in die Südsteiermark erreicht, wobei besonders in den südlichen Teilen Kärntens bis zu 200% des Durchschnittswertes registriert wurden. Die größte relative Abweichung findet sich hierbei in Villach, wo mit über 90mm fast 200% des mittleren Niederschlags gemessen wurde.</p>

<strong>Viel Schnee im Süden</strong>

<p style="text-indent: 3em;">Während im Jänner besonders die nordöstlichen Landesteile viel Schnee abbekommen hatten, waren es im Feber die südlichen Landesteile. Im Wochenabstand sorgten Italientiefs für teils intensive Schneefälle, wobei die Schneefallgrenze zwischen tiefen Lagen und 1500m pendelte. Graz stellte im Feber 2010 die schneereichste Landeshauptstadt Österreichs dar. Am 12. d.M. wurden in der Murmetropole 38cm Gesamtschneehöhe gemessen, eine Schneehöhe wie sie in Graz nur etwa alle 5 Jahre vorkommt. Zum selben Zeitpunkt waren es in Klagenfurt 32cm in Innsbruck hingegen nur bescheidene 10cm.  Auch die maximalen Schneehöhen aus Villach (K, 50cm), Feistritz/ Bleiburg (K, 56cm) oder Deutschlandsberg (ST, 58cm) sind durchaus beachtlich. Die größte Neuschneesumme wurde im Feber in Hochfilzen (T) mit 101cm erreicht, die größte Tagesneuschneesumme wurde mit 37cm am 11. d.M. in Feistritz/ Bleiburg (K) gemessen. Deutlich zu wenig Schnee lag im Feber 2010 auf den Bergen nördlich des Alpenhauptkamms. Auf der Rudolshütte (S)  betrug die maximale Schneehöhe „nur“ 133cm, womit dieser Wert die geringste Feberschneehöhe seit über 10 Jahren darstellt.</p>

<strong>Sonne erst zu Monatsende</strong>

<p style="text-indent: 3em;">Nach einem durchwegs sonnigen Start präsentierte sich der Feber 2010 um die Monatsmitte besonders im Osten ausgesprochen trüb. Erst in den letzten Febertagen zeigte sich mit einer föhnigen Südströmung in ganz Österreich wieder länger die Sonne. In Summe ergaben sich somit von Oberösterreich in einem weiten Bogen über Wien bis nach Kärnten Monatssummen, welche 25 bis 55% unter dem vieljährigen Mittelwert liegen. Die westlichen Landesteilen waren deutlich sonniger und erreichten verbreitet 90 bis 110% der durchschnittlichen Sonnenscheindauer. Der relativ und absolut gesehen sonnenärmste Ort Österreichs im abgelaufenen Monat war Langenlois (NÖ) mit rund 40 Sonnenstunden (45%). Am anderen Ende der Skala stehen mit über 120 Sonnenstunden Lienz und Innsbruck.</p>








Alle Daten sind vorläufig. Stand 26.02.2010

</xhtml:body>
		<enclosure url="http://www.zamg.ac.at/docs/aktuell/20100226_feber.htm" type="text/html" id="html0"><guid/></enclosure>
		<enclosure url="http://www.zamg.ac.at/docs/aktuell/20100226_feber_legende.htm" type="text/html" id="html1"><guid/></enclosure>
<link>http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=2&amp;artikel=ZAMG_2010-02-26GMT09:37</link></item>



<item>
	<guid isPermaLink="false">ZAMG_2010-02-25GMT15:04</guid>
	<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 15:04:00 +0000</pubDate>
	<title>Vor 50 Jahren: Das Agadir-Erdbeben in Marokko am 29. Februar 1960</title>
	<description>Am 29. Februar 1960 um 23:40 Uhr UTC wurde die Region um die Hafenstadt Agadir (30,45°N, 9.62°W) durch ein Erdbeben der Magnitude 5,7 verwüstet. Dieses mäßig starke Beben, das im Epizentrum nur 15 Sekunden lang dauerte, war das zerstörerischte Erdbeben - mit Magnituden kleiner 6 - im 
20. Jahrhundert.</description>
	<xhtml:body>
<p style="text-indent: 3em;">Am 29. Februar 1960 um 23:40 Uhr UTC wurde die Region um die Hafenstadt Agadir (30,45°N, 9.62°W) durch ein Erdbeben der Magnitude 5,7 verwüstet. Dieses mäßig starke Beben, das im Epizentrum nur 15 Sekunden lang dauerte, war das zerstörerischte Erdbeben - mit Magnituden kleiner 6 - im 
20. Jahrhundert. Es forderte rund 15 000 Todesopfer, über ein Drittel der Bevölkerung von Agadir verlor ihr Leben. In den Bezirken Founti, Kasbah and Yachech wurden alle Gebäude zerstört , 95% der Bevölkerung kamen in diesem Bereich um.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Die schweren Folgen waren in einem seichten Bebenherd begründet, der sich direkt unter der Stadt befand. Weiters wurden die Baunormen nicht beachtet, da das letzte zerstörerische Erdbeben in diesem Bereich bereits 200 Jahre zurück lag und die Region fälschlich als erdbebensicher galt. Das Erdbeben von Agadir war die schwerste Naturkatastrophe in der Geschichte Marokkos.</p>








<strong>Verfasser:</strong>


<em>Univ.Doz.Dr. Wolfgang Lenhardt</em>, <em>Mag. Christiane Freudenthaler</em>
Seismologischer Dienst
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
Hohe Warte 38, 1190 Wien

[mail(wolfgang.lenhardt@zamg.ac.at)]Wolfgang Lenhardt[/mail]

[mail(christiane.freudenthaler@zamg.ac.at)]Christiane Feudenthaler[/mail]


</xhtml:body>
		<enclosure url="http://www.zamg.ac.at/pict/aktuell/agadir_location.png" type="image/jpeg" id="img0"><guid>;Quelle: USGS</guid></enclosure>
		<enclosure url="http://www.zamg.ac.at/pict/aktuell/agadir_damage.jpg" type="image/jpeg" id="img1"><guid>;Bildquelle: www.pbase.com/beunard/image/81867534</guid></enclosure>
<link>http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=2&amp;artikel=ZAMG_2010-02-25GMT15:04</link></item>



<item>
	<guid isPermaLink="false">ZAMG_2010-02-25GMT11:06</guid>
	<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 11:06:00 +0000</pubDate>
	<title>Saisonrückblick Winter 2009/10</title>
	<description>Kalt und schneereich im Osten, trocken im Westen

Der vergangene meteorologische Winter war nicht nur im subjektiven Empfinden ein unterdurchschnittlich kalter Winter. Die bundesweite Mitteltemperatur liegt etwa 1 °C unter dem 30-jährigen Mittel von 1971-2000. Auf den Bergen kristallisierte sich der Winter 2009/2010 sogar als der kälteste seit fast 30 Jahren (1980/1981) heraus, steht aber in der 159-jährigen Temperaturreihe nur auf Platz 34.</description>
	<xhtml:body>
<strong>Kalt und schneereich im Osten, trocken im Westen</strong>

<p style="text-indent: 3em;">Der vergangene meteorologische Winter war nicht nur im subjektiven Empfinden ein unterdurchschnittlich kalter Winter. Die bundesweite Mitteltemperatur liegt etwa 1 °C unter dem 30-jährigen Mittel von 1971-2000. Auf den Bergen kristallisierte sich der Winter 2009/2010 sogar als der kälteste seit fast 30 Jahren (1980/1981) heraus, steht aber in der 159-jährigen Temperaturreihe nur auf Platz 34. Am kältesten waren die Tage vor Weihnachten um den 20.12.2009 (Weitenfeld (K) mit -23,3°C)  sowie Ende Jänner (Gars am Kamp (NÖ) mit -27,6 °C am 27.01.2010). Auch Tage an denen die Quecksilbersäule tagsüber nicht über den Gefrierpunkt stieg (Eistage), traten im eben zu Ende gehenden Winter überdurchschnittlich oft auf: In Wien beispielsweise wurden mehr als doppelt so viele Eistage gezählt als im vieljährigen Mittel.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Die Dauer der Schneedecke betreffend verlief der vergangene Winter in großen Teilen Österreichs überdurchschnittlich. So wurden in allen Landeshauptstädten, mit Ausnahme von Innsbruck (T), mehr Tage mit einer geschlossenen Schneedecke registriert als im klimatologischen Mittel: So lag in  Linz/Hörsching (OÖ) und Wien 25 Tage länger eine geschlossene Schneedecke als durchschnittlich.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Das lange Anhalten einer geschlossenen Schneedecke in den östlichen Landesteilen lässt vermuten, dass die Schneeverhältnisse im ganzen Bundesgebiet als überdurchschnittlich anzusehen sind. Diese Aussage trifft auf die nordöstlichen Teile von Österreich zu, kann aber nicht auf das gesamte Bundesgebiet erweitert werden. Wurden in Retz (NÖ) insgesamt 32 Tage mit einer Schneedecke über 20 cm gezählt, so erreichte Innsbruck (T)  in diesem Winter an keinem einzigen Tag solche Höhen. Im vieljährigen Mittel sind in Innsbruck 10 Tage mit Schneehöhen über 20 cm üblich, in Retz hingegen nur 1,5 Tage. Überhaupt ist die Anzahl von 32 Tagen mit 20 cm in Retz seit Beginn der Schneehöhenmessungen im Jahr 1948 noch nie beobachtet worden.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Von der Sonne begünstigt war der Winter 2009/2010 nicht. Verbreitet lag die Sonnenausbeute unter dem klimatologischen Mittel. Besonders trüb gestaltete sich das Winterwetter in Wien und Niederösterreich, wo sich nur etwa 65 % der mittleren Sonnenstunden aufsummierten, im Waldviertel waren es überhaupt nur 50%. Aber auch im restlichen Österreich ließ sich die Sonne nur etwa zu 70 bis 90 % blicken. Vorarlberg konnte hingegen als einziges Bundesland das Soll erreichen.</p>

<strong>Winter um 1 °C zu kalt</strong>

<p style="text-indent: 3em;">Im  Vergleich zum vieljährigen Temperaturmittel war der Winter 2009/2010 zu kalt.  Auch Frost- und Eistage traten in diesem Winter besonders häufig auf, so wurden im Norden und Osten des Landes um etwa 15 % mehr Frosttage (Tage mit einem Minimum unter null Grad) gezählt. Bei den Eistagen (Tage mit einem Minimum und Maximum unter null Grad) fiel das Plus im Vergleich zum vieljährigen Mittel noch höher aus. Von West bis Ost wurden im Durchschnitt 65 % mehr Eistage registriert. Ausgesprochen kalt verlief die vergangene Jahreszeit auf den Bergen und höher gelegenen Tälern. In Obergurgl oder am Hahnenkamm (beide T) blieb das Wintermittel um 2,6 °C unter dem Soll. An den östlichen Ausläufern der Alpen, wie z.B. auf der Rax (NÖ) lag die Mitteltemperatur mit -6 °C um 2,3 °C zu tief. Niederösterreich, Wien sowie das Inn- und Hausruckviertel in Oberösterreich, das Semmering-Rax-Wechselgebiet in Niederösterreich und der Flachgau in Salzburg waren im vergangen Winter relativ gesehen die kältesten abseits der hochalpinen Regionen. Mönichkirchen (NÖ) war dabei der relativ kälteste Ort (von den Bergregionen abgesehen) mit -3,5 °C (um 2 °C zu kalt). Am relativ wärmsten erwies sich der südliche Teil Österreichs. Von der Südsteiermark bis in die Täler Oberkärntens wurden der Jahreszeit entsprechende Temperaturen gemessen. Bad Radkersburg (ST) war mit +0,2 °C Abweichung der relativ wärmste Ort in diesem Winter. Der absolut wärmste Ort in der vergangenen Wintersaison war Golling (S) mit 18,4 °C am 25.12.2009.</p>

<strong>Zu Trocken im Westen, schneereich im Osten</strong>

<p style="text-indent: 3em;">War der Winter durchwegs unterdurchschnittlich kalt, ließ der Niederschlag in einigen Teilen des Landes auf sich warten, wodurch sich regional keine übermäßig mächtige Schneedecke bilden konnte. So betrug die maximale Schneehöhe in Landeck (T) in diesem Winter nur 4 cm und ist somit an die zu erwartenden 20 cm nicht herangekommen. Weniger als 50 % der mittleren Niederschläge fielen quer über die inneralpinen Regionen vom Arlberg bis nach Mariazell (ST). In St. Anton (T) wurden bis zum heutigen Tag nur 32 % der dort zu erwartenden Niederschläge registriert und liegt somit am trockenen Ende der prozentuellen Niederschlagsabweichungen von Österreich. Mit durchwegs positiven Niederschlagsabweichungen im Weinviertel, Burgenland, in Wien und der Südsteiermark, sowie in Kärnten und Osttirol, gepaart mit dem langanhaltenden Frost konnte sich eine durchgehende Schneedecke bilden, die auch von überdurchschnittlich langer Dauer war. Die Winterniederschläge fielen in diesen Regionen Großteils als Schnee und so wurde z.B. in Poysdorf (NÖ) eine Neuschneesumme vom 41 cm gemessen. Dass entspricht einem Plus von 30 % zum vieljährigen Mittel. In Retz fiel im gleichen Zeitraum mit 66 cm Neuschnee das 1,5-fache der zu erwartenden Menge. Als der relativ nasseste Ort des Bundesgebietes zeichnete sich mit 165 % (239 mm) Weißensee in Kärnten heraus.</p>

<strong>Wenig Sonne</strong>

<p style="text-indent: 3em;">Der Winter 2009/10 verlief in weiten Teilen Österreichs im Bezug auf den Sonnenschein ausgesprochen trüb. Das Schlusslicht in dieser Bilanz bildet das Waldviertel, wo die Sonnenscheindauer nur 50% des Durchschnittswertes erreichte.  Insgesamt musste man sich von Salzburg bis ins Nordburgenland und weiter nach Unterkärnten mit nur rund 68% der Erwartungswertes begnügen, wodurch dieser Winter zu den sonnenärmsten der letzten 40 Jahren zählt.  Auch absolut gesehen liegen das Waldviertel sowie die südlich anschließenden Landstriche im Bezug auf die Sonnenscheindauer am unteren Ende der Winterstatistik. Von Anfang Dezember bis Ende Feber zeigte sich die Sonne hier nur etwa 100 h, im Gegensatz dazu stehen die sonnigen Gipfelregionen des Alpenhauptkamms, wo bis zu 380 Sonnenstunden (Sonnblick, S) registriert wurden. Auch relativ gesehen stellten die Gebiete entlang des Alpenhauptkamms sowie Vorarlberg die sonnigsten Regionen im Winter 2009/10 in Österreich dar. In Feldkirch (V) wurde knapp über 110% und am Sonnblick rund 105% des Durchschnittswertes erreicht.</p>








Alle Daten sind vorläufig. Stand 25.02.2010.

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		<enclosure url="http://www.zamg.ac.at/docs/aktuell/20100225_saisonrb_legende.htm" type="text/html" id="html1"><guid/></enclosure>
<link>http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=2&amp;artikel=ZAMG_2010-02-25GMT11:06</link></item>



<item>
	<guid isPermaLink="false">ZAMG_2010-02-23GMT09:43</guid>
	<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 09:43:00 +0000</pubDate>
	<title>Die Pollensaison beginnt demnächst auch in Österreich</title>
	<description>Nach den an der ZAMG berechneten Temperatursummenmodellen (http://zacost.zamg.ac.at/phaeno_portal/phaenologieprognosen.html) ist der Frühling in den westlichen und südlichen Teilen Europas bereits eingezogen. Auch bei uns sind in den nächsten Tagen laut ECMWF Prognosen in den tieferen Lagen frühlingshafte Temperaturen mit Tagesmaxima bis über 10°C zu erwarten.</description>
	<xhtml:body>
<p style="text-indent: 3em;">Nach den an der ZAMG berechneten Temperatursummenmodellen (http://zacost.zamg.ac.at/phaeno_portal/phaenologieprognosen.html) ist der Frühling in den westlichen und südlichen Teilen Europas bereits eingezogen. Auch bei uns sind in den nächsten Tagen laut ECMWF Prognosen in den tieferen Lagen frühlingshafte Temperaturen mit Tagesmaxima bis über 10°C zu erwarten. Damit wird die Entwicklung der Pollenorgane vorangetrieben und bei relativ warmen und trockenem Wetter können dann erste Pollen von Hasel und Erle freigesetzt werden (http://www.zamg.ac.at/pollenflug und http://www.pollenwarndienst.at).</p>

<p style="text-indent: 3em;">Das oben erwähnte Temperatursummenmodell wird mit ECMWF Temperaturdaten gespeist und berechnet auf Grundlage von historischen phänologischen Beobachtungen täglich die räumliche Verteilung der Eintrittswahrscheinlichkeit von 14 ausgewählten Blühphasen über Mitteleuropa. Gemeinsam mit Rückwärtstrajektorien, welche die Herkunft der Luftmassen anzeigen, unterstützen die Blühbeginnkarten die Pollenvorhersage.</p>








</xhtml:body>
		<enclosure url="http://zacost.zamg.ac.at/phaeno_portal/phaenologieprognosen.html" type="text/html" id="html0"><guid>Phänologieprognosen</guid></enclosure>
		<enclosure url="http://www.zamg.ac.at/pollenflug/" type="text/html" id="html1"><guid>Pollenflugübersichtskarten</guid></enclosure>
		<enclosure url="http://www.pollenwarndienst.at/" type="text/html" id="html2"><guid>pollenwarndienst.at</guid></enclosure>
<link>http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=2&amp;artikel=ZAMG_2010-02-23GMT09:43</link></item>



<item>
	<guid isPermaLink="false">ZAMG_2010-02-23GMT05:38</guid>
	<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 05:38:00 +0000</pubDate>
	<title>Föhnwetter</title>
	<description>Der Föhn führt in vielen Teilen Österreichs immer wieder zu großen Temperaturunterschieden auf kleinem Raum.</description>
	<xhtml:body>
<p style="text-indent: 3em;">
Vergangenen Mittwoch, am 17.2.2010, stieg die Temperatur im Inntal auf bis zu 15°C, während es nur wenige Kilometer weiter bei Temperaturen unter 5°C blieb.
Knapp +10°C wurden im Brandnertal im südlichen Vorarlberg auf 1000 m Seehöhe erreicht, gleichzeitig waren es nur +2°C am Bodensee; +9°C im südlichen Oberösterreich standen +3°C im oberösterreichischen Zentralraum gegenüber.
</p>
<p style="text-indent: 3em;">
<em>Der Föhn führt in vielen Teilen Österreichs immer wieder zu großen Temperaturunterschieden auf kleinem Raum.</em>
</p>
<p style="text-indent: 3em;">
Ursache für typische Föhnlagen sind große Druckunterschiede zwischen Alpennord und –südseite. Da die Luft bestrebt ist, Unterschiede auszugleichen, sind Föhnwinde die Folge. Je nach Großwetterlage kann der Föhn in vielen Alpentälern und sogar (wenn auch selten) in der Bundeshauptstadt Wien auftreten. Die genaue Druckverteilung am Boden sowie die Luftströmung im Niveau der Gipfel spielen für die Frage nach dem Ort des „Föhndurchbruchs“ eine entscheidende Rolle.
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Die Definition von Föhn nach der WMO (Weltmeteorologische Organisation) lautet:
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<p style="text-indent: 3em;">
<em>&quot;Föhn ist ein Wind, der - im Allgemeinen - auf der Leeseite von Gebirgen durch Absinken wärmer und relativ trockener wird.&quot;</em>
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Um Föhn zu erklären wird oft auf die <em>thermodynamische Theorie</em> zurückgegriffen:
Auf der einen Seite eines Gebirges staut sich die Luft und wird gehoben. Im Zuge der Aufwärtsbewegung der Luftteilchen kondensieren diese und bilden Wolken. In weiterer Folge kommt es zu Niederschlag. In der Wolke kühlt sich die Luft pro 100 Höhenmeter um 0,6°C ab. Auf der Leeseite (windabgewandte Seite) lösen sich die Wolken auf und die Luft erwärmt sich pro 100 Höhenmeter um 1°C. Somit lassen sich Temperaturunterschiede zwischen zwei Orten gleicher Höhenlage, welche durch ein Gebirge getrennt sind, erklären. 
Nach dieser Theorie müsste es bei jeder Föhnlage aber auf einer Seite des Gebirges Niederschlag geben. Da dies nicht der Fall ist, muss es noch eine andere Möglichkeit geben, wie Föhn entstehen kann.
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<p style="text-indent: 3em;">
Bei der <em>dynamischen Föhntheorie</em> stehen nicht die Abkühlungs- und Erwärmungsprozesse der Luft durch die Entstehung bzw. Auflösung von Wolken im Vordergrund, sondern strömungsdynamische Prozesse. Hierbei geht man davon aus, dass auf der Luvseite des Gebirges kalte Luft liegt, welche in der Höhe von milder Luft überstrichen wird. Auf der Leeseite des Gebirges sinkt die Luft dann wasserfallartig ab und erwärmt sich pro 100 Höhenmeter um 1°C. Diese Theorie kommt auch ohne die Bildung von Niederschlag auf der Luvseite aus. 
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Ob nun der Föhn bis ins Tal durchbricht oder nicht, hängt von den großräumigen Druckgegensätzen, der Topografie sowie von der Änderung der Temperatur mit der Höhe ab. Denn gerade im Winter, wenn sich in den Tälern und Becken kalte schwere Luft gesammelt hat, schafft es der Föhn oftmals nicht „durchzubrechen“. Erst im Spätwinter, wenn die Sonne zusehends an Kraft gewinnt und die Inversionen abgebaut werden, kommt es zu den gefürchteten Föhnlagen. Der Föhn wird auch als „Schneefresser“ bezeichnet, denn die Kombination aus starkem Wind und trockener Luft lässt die Schneebedeckung oft radikal weniger werden.
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</xhtml:body>
<link>http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=2&amp;artikel=ZAMG_2010-02-23GMT05:38</link></item>



<item>
	<guid isPermaLink="false">ZAMG_2010-02-11GMT10:03</guid>
	<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 10:03:00 +0000</pubDate>
	<title>Ganz Österreich ist weiß</title>
	<description>Bis zu 40 cm Neuschnee sind gefallen</description>
	<xhtml:body>
<strong>Bis zu 40 cm Neuschnee sind gefallen</strong>
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Der Schneefall der letzten 24h hat laut ZAMG Klimatologen besonders von Osttirol bis in die Südsteiermark einiges an Neuschnee gebracht. Spitzenreiter dabei ist Feistritz ob Bleiburg (K) mit 37 cm Neuschnee (Gesamtschneehöhe 56cm) dicht gefolgt von Deutschlandsberg (ST) und Villach (K) mit jeweils 30 cm. Die Gesamtschneehöhe ist in Deutschlandsberg somit auf 50 cm, jene in Villach auf beachtliche 44 cm angestiegen.
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Aber auch in den Landeshauptstädten Klagenfurt (K) und Graz (ST) kamen immerhin 22 bzw. 18 cm Neuschnee zusammen. In Graz liegen nun insgesamt 38 cm Schnee. Für die Murmetropole ist das durchaus beachtlich: ähnliche Schneehöhen wurden zuletzt 1996 mit 40 cm gemessen. Statistisch gesehen kommt eine Schneehöhe von 38 cm in Graz nur alle fünf Jahre vor.
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In Villach (K) hingegen stellen die 44 cm Gesamtschneehöhe kein außergewöhnliches Ereignis dar: „Mit derartigen Schneemengen muss man in der Draustadt jedes Jahr rechnen!“, weiß Klimatologe Gerhard Hohenwarter.
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Deutlich weniger Schnee ist im übrigen Österreich gefallen: In Wien waren es bescheidene 4 cm, in Linz immerhin noch 10 cm. Ebenfalls etwas Neuschnee ist auch im Inntal zusammengekommen: in Innsbruck wurden 7 cm der frischen weißen Pracht gemessen. Somit ist heute ganz Österreich von einer mehr oder weniger dicken Schneedecke überzogen.
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Mit Schneefall geht es auch in den nächsten 24 Stunden weiter, wobei sich der Niederschlagsschwerpunkt nun immer mehr in den Osten verlagert. Bis Samstag Mittag sind im Osten somit nochmals 5 bis 15 cm Neuschnee zu erwarten. Der Winter hat Österreich also auch weiterhin fest im Griff.
</p>


</xhtml:body>
		<enclosure url="http://www.zamg.ac.at/docs/aktuell/2010-02-11_neuschneehoehen.htm" type="text/html" id="html0"><guid>Tabelle Neuschneehöhen 11.2.2010</guid></enclosure>
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<item>
	<guid isPermaLink="false">ZAMG_2010-02-10GMT10:53</guid>
	<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 10:53:00 +0000</pubDate>
	<title>Neuschnee und erneut ansteigende Lawinengefahr!</title>
	<description>Der Winter hat das ganze Land auch weiterhin fest im Griff, erneut kündigt sich österreichweit ergiebiger Neuschnee bis in die Niederungen an.</description>
	<xhtml:body>
<p style="text-indent: 3em;">
Der Winter hat das ganze Land auch weiterhin fest im Griff, erneut kündigt sich österreichweit ergiebiger Neuschnee bis in die Niederungen an: „Aktuell schneit es bereits im Süden des Landes bis rauf ins Mittelburgenland“, analysiert ZAMG-Meteorologe Clemens Mad, „und genau dieser Schneefall breitet sich bis zum Abend auf das ganze Land aus!“. Niederschlagsschwerpunkt liegt diesmal in der Osthälfte, somit sind bis Donnerstag Mittag selbst im Raum Wien 15 cm Neuschnee zu erwarten.
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Auf den Bergen erwartet der Meteorologe vom Salzkammergut bis in den Mariazeller Raum, sowie im Süden bis zu 30 cm Neuschnee, lediglich in Tirol und Vorarlberg werden sich die Neuschneesummen in Grenzen halten. 
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Zum Schneefall kommt der Wind, speziell im östlichen Flachland frischt dieser teils lebhaft auf: „Wir rechnen mit Spitzenböen bis 50  km/h. Zusammen mit dem lockeren Neuschnee kann dies zu erheblichen Schneeverwehungen führen!“, prognostiziert Mad.
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Mit dem Neuschnee spitzt sich auch die Lawinengefahr wieder deutlich zu, die Lawinenwarnstufe wird bis morgen in Niederösterreich und der Steiermark auf Stufe 4, also große Gefahr, ansteigen. Dazu  Lawinenexperte Arnold Studeregger vom Lawinenwarndienst Niederösterreich: „Ein zusätzliches Problem stellt speziell morgen die extrem schlechte Sicht dar, Gefahrenstellen sind somit nur schlecht einsehbar!“. Der Experte rät daher, sich dringendst vorab bei den Lawinenwarndiensten zu informieren: „Tourenbereiche bleiben bis weit über das Wochenende hin angespannt!“.
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Auch am Freitag und am Samstag kündigt sich noch ein wenig Schneefall an, der eine oder andere Zentimeter kann dann noch dazukommen. Erst ab Sonntag wird das Wetter wieder ein wenig freundlicher, wenngleich auch die kommende Woche eins wird: nämlich kalt.


Aktuelle Wetterwarnungen online auf [href(/wetter/warnung/)]www.zamg.ac.at[/href]
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</xhtml:body>
		<enclosure url="http://www.lawine-steiermark.at/" type="text/html" id="html0"><guid>Lawinenwarndienst Steiermark</guid></enclosure>
		<enclosure url="http://www.lawinenwarndienst-niederoesterreich.at/" type="text/html" id="html1"><guid>Lawinenwarndienst Niederösterreich</guid></enclosure>
<link>http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=3&amp;artikel=ZAMG_2010-02-10GMT10:53</link></item>



<item>
	<guid isPermaLink="false">ZAMG_2010-02-09GMT07:31</guid>
	<pubDate>Tue,  9 Feb 2010 07:31:00 +0000</pubDate>
	<title>ZAMG unterstützt kanadische Meteorologen während Olympischer Spiele</title>
	<description>Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik unterstützt die kanadischen Meteorologen in Vancouver mit ihrem hochauflösenden Wettervorhersagemodell INCA.</description>
	<xhtml:body>
<p style="text-indent: 3em;">Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik unterstützt die kanadischen Meteorologen in Vancouver mit ihrem hochauflösenden Wettervorhersagemodell INCA.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Dazu hat die ZAMG das feinmaschige INCA-Rechennetz über das Gebiet um Vancouver gelegt: auf einer Fläche von 370x290 km, mit einer Maschenweite von 1x1km rechnet das hauseigene Wettermodell INCA hochauflösende Wetterprognosen für sämtliche olympischen Spielstätten.</p>

<p style="text-indent: 3em;">„In kritischen Wettersituationen kurz vor den Wettbewerben erwarten wir uns von INCA eine Entscheidungshilfe für die kanadischen Meteorologen“, sagt Alexander Beck, INCA-Experte an der ZAMG. Als Kurzfrist-Vorhersagemodell ist INCA ganz speziell für die ersten 6 Stunden ausgelegt und soll hier seine Stärken ausspielen. „INCA ist, wenn man so will, der Sprinter unter den Wettermodellen – und da aber sehr effektiv, wie wir nicht nur in Österreich, sondern zum Beispiel auch in der Schweiz und in der Slowakei sehen, wo unser Wettermodell verwendet wird“, fügt Beck hinzu.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Die ZAMG stellt die INCA-Berechnungen den kanadischen Meteorologen vor Ort im Rahmen des internationalen Projektes SNOW-V10 zur Verfügung. Das Modell läuft in Wien auf der Hohen Warte auf dem Großrechner und die Meteorologen in Vancouver erhalten vor allem Wind-, Temperatur- und Schneeprognosen. Mit Georg Pistotnik befindet sich zusätzlich noch ein eigener INCA-Experte der ZAMG zum wissenschaftlichen Austausch während der Spiele vor Ort.</p>

<strong>Olympia-Prognosen Online</strong>

<p style="text-indent: 3em;">Die Ergebnisse der hochauflösenden INCA-Berechnungen sind online auf [href(/vancouver2010)]www.zamg.ac.at[/href] einsehbar.</p>

</xhtml:body>
<link>http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=3&amp;artikel=ZAMG_2010-02-09GMT07:31</link></item>



<item>
	<guid isPermaLink="false">ZAMG_2010-02-09GMT06:51</guid>
	<pubDate>Tue,  9 Feb 2010 06:51:00 +0000</pubDate>
	<title>Wiener Bürgermeister Michael Häupl besucht Hohe Warte</title>
	<description>Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl besuchte am Montagvormittag die Zentralanstalt für Meteorololgie und Geodynamik auf der Hohen Warte.</description>
	<xhtml:body>
<p style="text-indent: 3em;">Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl besuchte am Montagvormittag die Zentralanstalt für Meteorololgie und Geodynamik auf der Hohen Warte.</p>

<p style="text-indent: 3em;">In einer kurzen Einführung hob Direktor Ernest Rudel die verschiedenen Arbeitsgebiete und die Bedeutung der ZAMG hervor. Wie eng dabei traditionell die Beziehungen zur Stadt Wien sind, wurde spätestens nach dem Vortrag von Veronika Zwatz-Meise, der Leiterin des Kundenservice der ZAMG, klar: Egal, ob es um Wetterwarnungen für die Fanmeilen während der Fußballeuropameisterschaft, um Wetterwarnungen für den öffentlichen Rad- und Fußweg im Verbauungsbereich der Wien, oder aktuell um Schneewarnungen für Wien ging - die verantwortlichen Magistratsämter der Stadt Wien stehen im engen und auch sehr erfolgreichen Kontakt zur ZAMG, wie auch Häupl bestätigte.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Bei der anschließenden Führung durch das Haus erläuterte der Chef der Synoptik Herbert Gmoser die routinemäßigen Abläufe im 24 Stunden rund um die Uhr besetzten Wettervorhersageraum. Häupl erfuhr dabei vom diensthabenden Meteorologen Christian Csekits vom neuerlichen Schneefall der bereits am Mittwoch auf die Wienerinnen und Wiener - und damit naturlich auch auf die bereits vorgewarnten MA’s der Stadt Wien - zukommt. </p>

<p style="text-indent: 3em;">Besonders interessiert lauschte der Wiener Bürgermeister den Ausführungen über den österreichischen Erdbebendienst der ZAMG. Der stellvertretende Leiter des Erdbebendienstes Gerald Duma schilderte die laufende Arbeit und die Ergebnisse der Auswertungen des Erdbebendienstes für Wien. Die markantesten Beben der vergangenen Jahrzehnte in Wien waren dem Bürgermeister dabei in guter Erinnerung. Erstaunt folgte Häupl auch den Ausführungen von Sirri Seren, dem Leiter für angewandte Geophysik: Experten der ZAMG blicken mit ihrem Bodenradar ins Erdreich und machen so eine Archäologie ohne Graben möglich. Und das nicht nur in Ephesos und Syrien - sondern auch in Carnuntum bei Wien.</p>






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		<enclosure url="http://www.zamg.ac.at/pict/aktuell/buergermeister_zamg_01.jpg" type="image/jpeg" id="img0"><guid>;© ZAMG</guid></enclosure>
		<enclosure url="http://www.zamg.ac.at/pict/aktuell/buergermeister_zamg_02.jpg" type="image/jpeg" id="img1"><guid>;© ZAMG</guid></enclosure>
<link>http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=3&amp;artikel=ZAMG_2010-02-09GMT06:51</link></item>



<item>
	<guid isPermaLink="false">ZAMG_2010-02-04GMT10:50</guid>
	<pubDate>Thu,  4 Feb 2010 10:50:00 +0000</pubDate>
	<title>Der Winter lässt auch weiterhin nicht locker</title>
	<description>Lange mussten die Regionen nördlich des Alpenhauptkammes auf Schnee warten. Nun ist es aber soweit: Vom Arlberg bis zur Rax hat es in der letzten Woche verbreitet intensive Schneefälle gegeben. Dabei waren speziell die letzten 24 Stunden turbulent.</description>
	<xhtml:body>
<p style="text-indent: 3em;">Lange mussten die Regionen nördlich des Alpenhauptkammes auf Schnee warten. Nun ist es aber soweit: Vom Arlberg bis zur Rax hat es in der letzten Woche verbreitet intensive Schneefälle gegeben. Dabei waren speziell die letzten 24 Stunden turbulent.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Am Mittwochmorgen sorgten bis zu 15 cm Neuschnee im Raum Linz für massive Verkehrsbehinderungen. Im Tagesverlauf sorgte aber auffrischender Westwind für mildere Temperaturen, sodass der Schneefall verbreitet in tiefen Lagen in Regen überging.</p>

<p style="text-indent: 3em;">In geschützten Alpentälern und auf den Bergen aber blieb es den ganzen Tag bei Schneefall. So kamen vom Kitzbühler Raum bis in die niederösterreichischen Voralpen sowie am Arlberg verbreitet 15, stellenweise sogar bis zu 40 cm Neuschnee zusammen.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Spitzenreiter im Bezug auf die Gesamtschneehöhe sind aktuell Mariazell mit 83 cm und Bad Aussee mit 80 cm. „Wenn man bedenkt, dass im Salzkammergut vor etwas mehr als 2 Wochen nur wenige Zentimeter Schnee lagen, ist dies durchaus beeindruckend!“, freut sich ZAMG Klimatologe Gerhard Hohenwarter.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Während der Schneefall im Norden nun wieder aufgehört hat kündigt sich in den nächsten Tagen ein weiteres Adriatief an, welches erneut Neuschnee bringt: Besonders im Süden sind in den kommenden 72 Stunden auf den Bergen bis zu 30 cm Neuschnee möglich, weniger Neuschnee wird es in den Tal und Beckenlagen gaben, je nach Höhenlage sind aber auch hier noch immer 5-15 cm Neuschnee zu erwarten.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Neuschnee auch für das restliche Österreich: „Wir erwarten 5 bis 20 cm Neuschnee, dabei schneit es speziell in Ober- und Niederösterreich, Wien und dem Burgenland bis in die Niederungen!“, prognostiziert ZAMG Meteorologin Ariane Pfleger. Weiter nach Westen steigt die Schneefallgrenze hingegen auf etwa 800 Meter an.</p>

<p style="text-indent: 3em;">Am Sonntag klingt der Schneefall ab und in Folge setzt sich schwaches Hochdruckwetter durch mit Nebel in den Niederungen und Sonnenschein auf den Bergen. Die Temperaturen liegen ganz der Jahreszeit entsprechend bei Werten knapp oberhalb der Null Grad Marke.</p>
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<link>http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=3&amp;artikel=ZAMG_2010-02-04GMT10:50</link></item>

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